Groß & Klein – die Kindergeschichtenblog Kolumne

Darf ich vorstellen? Der Kindergeschichtenblog hat nicht nur ein neues Gewand, es gibt auch eine neue Rubrik: „Groß & Klein“ – die Elternleben Kolumne. Ab sofort erzähle ich hier immer einmal wieder nichts für Kinder, sondern etwas übers Eltern sein und Kinder haben.

Manchmal bin ich ein Ninja – Eltern und ihre ganz speziellen Fähigkeiten

Eltern sind die besseren Manager. Das ist bekannt. Notgedrungen entwickeln sie die Fähigkeit, sich um mindestens drei Dinge gleichzeitig zu kümmern. Zudem bringen sie ihre Zeiteffizienz und ihr Zeitmanagement auf ein völlig neues Niveau. Als Elternteil schaffst du in der Hälfte der Zeit das Doppelte von dem, was du früher in derselben Zeitspanne erledigt hast.

Und dann ist da natürlich die Sache mit dem Schlaf. Irgendwann siehst du ein, dass fünf Stunden Nachtschlaf mehr als genug sind. Dafür brauchst du nicht einmal eine von diesen schicken Fitness-Uhren zur Selbstoptimierung. Und irgendwann bekommst du es hin, die restlichen 19 Stunden trotzdem permanent dein Bestes zu geben. Und erreichbar bist du für alle großen und kleinen Probleme deiner jugendlichen Chefs sowieso 24/7. Alles ein alter Hut. Geschenkt.

ABER: Kaum jemand redet über die Spezialfähigkeiten, die man als Eltern entwickelt und die meiner Meinung nach von den Arbeitgeber*innen dieser Welt nicht genug gewürdigt werden. Weiterlesen

Drei Gruselgeschichten to Go

Happy Halloween! Ja, ich habe eine Schwäche für den Halloweenbrauch, der – wie ich mich belesen habe – ursprünglich aus dem katholischen Irland stammt. Und ich bin sicher, würde ich in den USA leben, unser Haus würde zu Halloween aussehen, wie die Häuser in den Halloweenfolgen amerikanischer Comedyserien. Da der Brauch hierzulande ja erst recht frisch in Mode gekommen ist, begnüge ich mich mit dezenten kleinen Gruseldiners, die ich für das große Kind und seine Freunde gebe. Und natürlich mit dem Erzählen von Gruselgeschichten, bevor es zum Trick or Treat geht. Denn Süßes oder Saures gibt es inzwischen sogar in unserer kleinen Oberpfälzer Gemeinde…

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen gruseligen Buchtipp geben – oder besser, einen Buchtipp für ein gruseliges Buch. Doch woran merkt man, dass man wirklich alt wird? Wenn Bücher, die man in seiner Kindheit und Jugend geliebt hat, nur noch antiquarisch erhältlich sind! Das gruselige Vorlesebuch, das unter anderem Klassiker wie Die Affenpfote und Bram Stokers Das Haus des Richters enthält, wird nicht mehr aufgelegt. Dabei schaudert es mich heute noch, wenn ich an diese Geschichten nur denke. Mein Plan B, das Leselöwen Gruselgeschichtenbuch, ist auch nur noch gebraucht zu erstehen. Aber zum Glück gibt es Plan C. Und der besteht in drei kurzen Gruselgeschichtenklassikern, die ich an dieser Stelle für Euch erzähle. Drei Gruselgeschichten to Go sozusagen. Für die Halloweenparty – oder einfach so…

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Das Silberbein

Ich habe mich schon als Kind gerne gegruselt und liebend gerne Geschichten gehört, die mir einen Schauer über den Rücken gejagt haben. Der beste (Grusel-)Geschichtenerzähler war mein Papa. Von ihm kenne ich die Lagerfeuerklassiker, aber er hat sich auch selbst spannende Geschichten ausgedacht. Einmal hat er bei einem Abendspaziergang eine Geschichte erzählt, die so gruselig war, dass meine Schwester sich vor lauter Spannung an unserer Mutter regelrecht festgekrallte. Und am Höhepunkt der Geschichte hat sie sich so erschrocken, dass sie unserer Mutter ein Loch in die Hose riss.

Herbst und Winter, besonders die Zeit um Halloween sind meiner Meinung nach die beste Gruselgeschichtenzeit. Darum habe ich heute einen Gruselgeschichtenklassiker für Euch, mit dessen Hilfe ich meinem Zehnjährigen schon einen ordentlichen Schreck eingejagt habe. Kleidungsstücke mussten dabei jedoch nicht dran glauben. Diese Geschichte wirkt am besten, wenn sie frei erzählt wird. Vor dem letzten Satz macht man am besten eine künstlerische Pause, um das ‚DAAAAAA‘ laut und plötzlich herauszurufen und den Zuhörern einen ordentlichen Schrecken einzujagen. Aber nun zur Geschichte:

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Der Kindergeschichtenblog Buchtipp

Schwups will nicht schlafen

Heute geht es auf eine Stippvisite in den Schweinestall – zu Ferkelchen Schwups und seiner Familie. Wie viele kleine Menschenkinder hat Schwups manchmal einfach viel Besseres zu tun, als zu schlafen. Er denkt gar nicht daran, sich zu seinen Geschwistern ins Stroh zu kuscheln. Was er des Nachts stattdessen macht, erzählt Autorin und Bloggerin Claudia Schaumann  in ihrem Kinderbuch Schwups will nicht schlafen. Weiterlesen

Die Raketensocken

Tante Cleo war Minas Lieblingstante. Und Professorin für Archäologie. Wenn Tante Cleo nicht gerade an der Universität den Studenten etwas beibrachte, reiste sie in der Weltgeschichte herum. Sie flog in mehr oder weniger ferne Länder, um dort mit einem winzigen Pinsel ganze Dörfer freizulegen, die im Laufe von Jahrhunderten unter vielen Erdschichten verschwunden waren. Manchmal grub sie auch nur ein paar winzige Tonscherben aus, die dann in einem Museum ausgestellt wurden. Ob Dorf oder winzige Tonscherbe, Tante Cleo erzählten die Dinge, die sie auf ihren Grabungen entdeckte, immer eine Geschichte. Und auch Tante Cleo selbst steckte voller Geschichten. Manche waren wahr, andere dachte sie sich aus. Weiterlesen

Die Steinerne Brücke zu Regensburg

Vor gut einem Jahr sind wir aus der trubeligen Großstadt Berlin in eine kleine Gemeinde in der Nähe von Regensburg gezogen. Und was soll ich sagen, der befürchtete Kulturschock blieb bis heute aus. Wir haben uns von Anfang an sehr wohl und willkommen gefühlt. Das liegt sicher vor allem an der Herzlichkeit der Menschen, die wir bisher kennenlernen durften, aber nicht zuletzt auch an der wunderschönen Natur, die uns hier umgibt. Bei jeder Gelegenheit zieht es uns nach draußen in die märchenhaften Wälder der Umgebung mit ihren plätschernden Bächlein, den Höhlen, knarzigen, alten Bäumen und dem Nebel. Der Nebel hier im Tal kann ganz schön deprimierend sein, hat man uns gesagt, nachdem wir hergezogen sind. Doch ich freue mich an jedem Herbstmorgen, wenn ich aus dem Fenster schaue und der Nebel wie ein Schleier über der Welt liegt – manchmal auch wie dicke Suppe aus der nur die Gipfel der umliegenden kleinen Berge herausschauen. Und überhaupt: der Herbst – er ist hier meine liebste Jahreszeit, denn er bringt für mich die schönste Stimmung in die Natur. So ist dies für mich auch die beste Zeit, um mit den nächsten Geschichten meine neue Heimat näher vorzustellen. In den kommenden Wochen gibt es auf dem Kindergeschichtenblog nacherzählte Märchen und Sagen aus Regensburg und dem bayerischen Wald zu lesen.

Den Anfang macht eine in der Gegend sehr bekannte Sage aus Regensburg um die Steinerne Brücke. Weiterlesen

Der Kindergeschichtenblog Buchtipp

Etwas von den Wurzelkindern

Der Frühling ist da, alles grünt und blüht. Und wem haben wir das zu verdanken? Natürlich den Wurzelkindern! Kennt Ihr nicht? Das muss sich ändern.

„Wacht auf, wacht auf, ihr Kinderlein, es wird nun wohl bald Frühling sein!“

Mit diesen Worten weckt Mutter Erde ihre kleinen Wurzelkinder. Noch ganz verschlafen vom langen Winter recken und strecken sie sich, und schon werden bunte Frühlingskleidchen genäht und Käfer frisch bemalt. Als dann tatsächlich der Frühling Einzug hält, ziehen die Wurzelkinder aus und tanzen als bunte Blumen über die Wiesen. Erst als der Herbst zurückkehrt mit Wind und Sturm wird es Zeit, wieder in die gemütliche Behausung unter der Erde zu gehen. Hier bringt Mutter Erde ihre Kinder zu Bett, wo sie träumen können von lauen Lüften und warmen Tagen – bis zum nächsten Frühling. Weiterlesen